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Limonaden-Icecubes und das Thema Süßungsmittel

Rezepte, Sommer, Süßes

Diese Rezeptidee wollte ich eigentlich schon längst an einem der wärmeren Tage der vergangenen Wochen gepostet haben… aber die Zeit rast… und eigentlich ist ja sowieso immer Saison für ein erfrischendes Getränk.

Käufliche Limonaden gibt es wie Sand am Meer. Der geneigte Low-Carber muß sich jedoch in diesem Bereich mit recht fragwürdigen künstlichen Aromen und dubiosen Süßstoffen zufrieden geben :o/

Nachfolgend ein paar Anregungen für eine konzentrierte Limonaden-Basis in Form aromatischer Eiswürfel, mit frischen Zutaten aus natürlichen Quellen. Ein schnell zubereiteter Limonaden-Vorrat aus dem Eisfach.

Folgend keine Rezepte mit exakten Mengenangaben, sondern Ideen und Anregungen. Denn die Geschmäcker sind verschieden. Der eine bevorzugt es saurer, die andere süßer. Wichtig: Ein geschmacklich ausgewogenes Verhältnis aus Süße, Säure und Aromen. Dabei sollte die Limonaden-Basis als Konzentrat viel zu süß und zu sauer schmecken, dann ist sie als spätere Limonade – also aufgetaut, verdünnt und vermischt mit Wasser oder kohlensäurehaltigem Mineralwasser – genau richtig.

Limonaden-Basis-Mixturen, z.B.:

/  Zitronensaft & Orangensaft & geriebener Ingwer

/  Beerensäfte * wie Erdbeersaft, Heidelbeersaft oder Himbeersaft & Balsamicoessig

/  Limettensaft mit Kräutern wie Basilikum oder frischer Minze pürieren und abseihen

/  Kräftiger Earl-Grey-Tee mit Zitronen- oder Limettensaft

/  Sanddornsaft * & Orangensaft

/  Kräftiger Rotbuschtee mit ein paar getrockneten Rosenblättern & Zitronen- oder Orangensaft

Die jeweiligen Mixturen herzhaft süßen und in Eiswürfelförmchen einfrieren. Ein paar davon in ein Glas, etwas Wasser oder Mineralwasser darüber, antauen lassen und genießen.

Das Thema Süßungsmittel:  Es ist schwierig guten Gewissens Empfehlungen auszusprechen. Im Prinzip geht es hier um das kleinste wählbare Übel. Chemische Süßstoffe wie Aspartam oder Cyclamat möchte ich nicht empfehlen, u.a. da einige von ihnen im Verdacht stehen in den Gehirnstoffwechsel einzugreifen. Es gibt natürliche Süßungsmittel wie Rohrzucker, Honig, Ahornsirup oder den z. Zt. im Paleo-Bereich populären Kokosblütenzucker. Sie sind allerdings alle sehr kohlenhydratreich und daher bei Diabetes II und Übergewicht genauso eingeschränkt empfehlenswert wie normaler Haushaltszucker.

Blutzuckerschonende Süßungsmittel, die zumindest aus natürlichen Quellen stammen, sind z.B. Auszüge aus der Steviapflanze und / oder Erythrit. Stevia-Extrakt oder auch Steviosid ist geschmacklich nicht jedermanns Sache, wegen des lakritzigen Beigeschmacks. Dieser ist jedoch, je nach Hersteller und Herstellungsprozeß, mal stärker, mal dezenter ausgeprägt. Erythrit – auch Sukrin oder Xucker light genannt – gehört vom chemischen Aufbau her zur Gruppe der Zuckeralkohole (Keine Sorge, diese wirken weder auf den Körper noch den Geist wie alkoholische Getränke). Erythrit hat keinen störenden Beigeschmack und ist geschmacklich dem Haushaltszucker sehr ähnlich, fühlt sich allerdings etwas kühl im Mund an. Seine Süßkraft ist etwas schwächer als bei normalem Zucker. Erythrit benötigt Zeit und viel Flüssigkeit um sich vollständig aufzulösen. Erythrit ist ein gut verträglicher Zuckeralkohol (Manch andere, wie z.B. Xylit, können bereits in niedrigen Dosierungen zu Blähungen und Durchfall führen).

* Naturreine, ungesüßte Beerensäfte erhält man in Reformhäusern und gut sortierten Bioläden.