Lowcarb?

Low-Carb, also eine kohlenhydratarme Ernährung, ist in den letzten Jahren immer populärer geworden. Kein Wunder. Es gibt viele Krankheitsbilder und Beschwerden, die mit einer Low-Carb-Ernährung erfolgreich therapiert werden können. Dazu gehören:

  • Diabetes II
  • Übergewicht
  • entzündliche Krankheiten
  • einige Krebserkrankungen
  • Epilepsie
  • Akne
  • und andere mehr

Und was ist eine ‚normale‘ Ernährung?

Bei einer ‚normalen‘ Ernährung nehmen viele Menschen täglich um die 300g Kohlenhydrate zu sich. Wenn man solche Mengen nicht mit viel Bewegung ausgleicht (was die wenigsten tun), kann das auf Dauer der Gesundheit schaden.

Was bedeutet eine Low-Carb-Ernährung in der Praxis und im Detail?

Low-Carb ist ein dehnbarer Begriff und so gibt es dazu unterschiedlich strenge Konzepte und Ausprägungen. Von annähernd 0g bis zu 150g Kohlenhydraten am Tag ist alles dabei. No-Carb oder eine Ernährung komplett ohne Kohlenhydrate ist nahezu unmöglich und auch nicht sinnvoll. Es würde bedeuten auf beinahe alle Nahrungsmittel – außer ein paar Fette und Öle – zu verzichten. Fast alle Lebensmittel enthalten Kohlenhydrate, wenn auch manche nur in Spuren.

Ketose, die ‚strenge‘ Form von Lowcarb

Wenn eine Tageszufuhr von 30-50g Kohlenhydraten nicht überschritten wird spricht man von ketogener Ernährung. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet es, dass der Körper bei einer starken Kohlenhydrat-Reduktion die Energiegewinnung nicht mehr aus Glukose bezieht, sondern hauptsächlich aus Fett und den vom Körper bereitgestellten Ketonkörpern. Die Toleranzschwelle für eine tiefe Ketose ist individuell verschieden. Es kann beim Abnehmen helfen, auch weil damit das Hungergefühl stark gedämpft werden kann. Manche versuchen daher eine sehr strenge Low-Carb-Ernährung dauerhaft durchzuhalten, schränken selbst ihren Gemüsekonsum ein und verzichten fast komplett auf Obst und Milchprodukte. Das kann die Ernährung jedoch mit der Zeit zu eintönig machen  – v.a. auf einer psychologischen Ebene  –  und so Ernährungsneurosen fördern. Therapeutisch empfohlen wird diese sehr strenge Form von Low-Carb u.a. bei Epilepsie und bei einigen akuten Tumorerkrankungen (natürlich begleitend zur Krebstherapie, nicht als alleinige Maßnahme).

‚Normales‘ Lowcarb

Für die meisten anderen gilt: Die Gesundheit profitiert bereits bei einer moderaten Einschränkung der Kohlenhydrate. Entzündungsprozesse im Körper werden reduziert und es hilft beim Abnehmen: Durch die Normalisierung des Blutzucker- und Insulinspiegels erfolgt auch hier eine natürliche Regulation des Appetits und der Körper neigt weniger dazu, Nahrungsenergie in Körperfett umzuwandeln.

Und wie in vielen anderen Lebensbereichen ist es auch hier die Tendenz und nicht die Konsequenz, die langfristig die zufriedenstellendsten Ergebnisse bringt.

Hinterlasse eine Antwort